Mittwoch, 8. Februar 2017

[Fantasywoche 2017]Interview mit Mira Valentin

Ich habe die Große Ehre im Rahmen der Fantasy Woche ein Interview mit Mira Valentin zu präsentieren. Zusammen mit Cara von Caras Bookish Paradise und Milena von... dürfte ich Mira ein paar fragen stellen.
Cara und Milena stellen diesen Beitrag auch auf ihrem Blog bereit und ich würde mich freuen wenn ihr auch bei den Beiden vorbei schaut denn diese Blogs sind wirklich sehr schön. Caras Beitrag findet ihr -> hier <- und den Beitrag von Milena findet ihr -> hier <-. Es lohnt sich wirklich diese beiden Blogs zu besuchen. Nun aber zu dem Interview.


Jeder von uns drei dürfte sich 3 bis 4 Fragen aussdenken und diese würden Mira dann geschicht und sie konnte diese in Ruhe beantworten. Wir haben diese Fragen aufgeteilt in Privates, Bereich Fantasy und Bereich Schreiben. Cara nahm das Private, Milena den Bereich fantasy und ich den Bereich Schreiben.

Als erstes möchte ich euch meine Fragen aus dem Bereich Schreiben präsentieren.

Gibt es einen Charakter in deinem Kopf, der dich einfach nicht in Frieden lässt, der aber bisher in noch keins deiner Bücher gepasst hat?
Nein. Das liegt daran, dass ich keine Charaktere erschaffe, sondern Geschichten. Die Charaktere entstehen dann rein durch die Story. Sie passen sich ihr an, fügen sich ein oder bringen sie durcheinander. Sie dürfen eigentlich machen, was sie wollen und entwickeln so ihr spezielles Eigenleben.

Bist du eher ein Allein-Schreiber oder hast du dir schon mal überlegt, mit einem anderen Autor/einer anderen Autorin zusammen ein Buch zu schreiben? Wenn ja, mit wem würdest du so ein Gemeinschaftsprojekt gerne starten?
Hahaha, eine schicksalhafte Frage! Interessanterweise habe ich eine halbe Stunde, bevor dieses Interview mich erreicht hat, mit einer unglaublich tollen Selfpublisherin genau darüber gesprochen. Die Sache ist leider noch nicht konkret genug, um mehr darüber zu verraten, außer: Das wird richtig Bombe!

Mal abgesehen von weiteren Veröffentlichungen, was ist dein nächstes großes Ziel als Autorin?
Die Talente zu verfilmen. Mit dem Glück, das ich bisher hatte, klappt das auch noch.

Du bist ja nicht nur Autorin, sondern hauptberuflich eigentlich Journalistin. Beides hat jedoch mit Schreiben zu tun. Was sind für die die Vor- und Nachteile am Schreibberuf Autor?
Ich sehe da nicht viele Nachteile. Wer seinen Kindheitstraum wahrmachen durfte, sollte keine Korinthen kacken. Klar sitze ich mit schwarzen Augenrändern nachts um zwei vor meinem Rechner und frage mich, ob es nicht besser wäre, die Weinflasche wieder zu verkorken. Und klar bin ich „selbst und ständig“ am arbeiten. Aber Hallo – was für ein Traumberuf! Gibt es etwas Schöneres als eine begeisterte Rückmeldung von einem Leser und Leuten, die deine Bücher lieben?

Nun möchte ich euch die Fragen von Cara aus dem Privaten Bereich präsentieren:
(nochmal der Link zu Caras Beitrag >hier<)

Das hier ist ja sicher nicht dein erstes Interview, das du als Autorin gegeben hast. Welche Frage wurde dir bisher am häufigsten gestellt? Gibt es auch Fragen, die du mittlerweile schon gar nicht mehr sehen kannst?
Beide Fragen beantworten sich hiermit: „Woher nimmst du deine Inspiration?“. Das ist in etwa so, als wenn man einen Bäcker fragt, wie ihm das Rezept für seine Brötchen eingefallen ist. Diese Frage wird leider dauernd gestellt und ich versuche auch immer wieder, sie zu beantworten Aber eigentlich sind diese Antworten alle Quatsch, denn Inspiration kann man sich nicht einfach nehmen oder holen. Wenn überhaupt, dann inspiriert einem etwas. Aber das kommt plötzlich und unverhofft und immer aus völlig unterschiedlichen Quellen.

Es gab ja nun auch schon einige (Fan-)Events zu deinen Büchern. Was war dein tollstes Erlebnis in Bezug auf deine Bücher und gab es auch etwas, das so richtig schief gelaufen ist?
Das Tollste war sicherlich das „Geheime Talente-Event“ im vergangenen August bei mir vor der Haustür. Mit all den Cosplayern und Lesern durch den Wald zu ziehen, überall ein kleines Theaterstück oder Event zu erleben – und dann noch dabei zuzusehen, wie so viele Leute sich Talente-Zeichen tätowieren lassen – ein unglaubliches Erlebnis! Die Krönung dabei war, dass meine „Armee“ auch noch vor mir salutiert hat. Richtig schief gelaufen ist eigentlich noch nie etwas ... uaaahhh, bestimmt kommt das noch!

Was sagen deine Kinder eigentlich dazu, dass du Autorin bist? Beschweren sie sich manchmal, dass ihre Mutter den Kopf nur in den Wolken hat und schreibend vor dem Computer sitzt? Oder schreibst du generell nur, wenn die Kinder im Bett oder außer Haus sind?
Ich habe das große Glück, dass meine Kinder total stolz auf ihre Autoren-Mama sind, obwohl sie die Bücher aus Altersgründen noch nicht lesen können. Aber sie zeigen sie ihren Freunden und geben manchmal richtig damit an. Trotzdem leiden sie auch unter meiner Schreiberei, denn manchmal, wenn mich so richtig der Wahn packt, schreibe ich auch tagsüber und bin dann quasi nicht ansprechbar. Ich weiß das aber und zwinge mich dann immer wieder, aufzuhören und eine Runde „Wo ist Hubi?“ mitzuspielen.

Gibt es ein kleines Geheimnis, dass du noch nie in einem Interview verraten hast, dass du deinen Fans jetzt aber mitteilen würdest?
Oh je ... lass mal nachdenken. Ja! Mir ist etwas eingefallen: Ich habe ein neues Cosplay für die Leipziger Buchmesse, zumindest für Sonntag. Es hat mit einer Drachenfrau aus meiner High-Fantasy-Reihe zu tun, ist extrem sexy und besteht zum Großteil aus Hühnerknochen. Da arbeite ich aber noch dran.

Nun möchte ich euch noch Milenas Fragen zum Bereich Fantasy präsentieren:
(nochmal der Link zu Milenas Beitrag >hier<)

Was bedeutet Fantasy eigentlich für dich? Wie würdest du den Begriff bzw. das Genre definieren?
Ganz ehrlich? Ich kann das überhaupt nicht definieren, weil ich so gar nicht der Typ bin, der sich in Hintergründe und Definitionen einarbeitet. Für mich ist Fantasy einfach eine Traumwelt, die dem Leser all die wunderbaren, mystischen Dinge schenkt, die ihm in seinem tristen Alltag fehlen. Im Grunde träumen wir doch alle von Prinzen und Einhörnern und solche Träume macht Fantasy wahr. Ich selber lese nur Bücher, die mich in unbekannte Welten führen (Fantasy, Dystopien und Historische Romane). Krimis, Thriller und Lovestorys habe ich im wahren Leben genug J.

Wie findest du das Projekt „Fantasywoche“? Wie kam es dazu, dass du mit dabei bist und worauf freust du dich am meisten?
Ich finde das Projekt fantastisch! Auf der Frankfurter Buchmesse 2016 durfte ich die beiden Schirmherrinnen Emily Thomsen und Christin Burger kennen lernen. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden und kurz darauf hat Emily mich gefragt, ob ich mitmachen möchte. Ich danke vor allem dem Carlsen Verlag dafür, dass er das möglich gemacht hat. Am meisten freue ich mich auf die zahlreichen Live-Lesungen vieler interessanter Autoren – und natürlich auf die Rückmeldungen der Teilnehmer.

Mit der Talente-Reihe hast du ja eine super Urban-Fantasy-Geschichte ins Leben gerufen. Momentan schreibst du grade an einem High-Fantasy-Projekt. Was macht dir mehr Spaß, die Talente (also Urban-Fantasy) oder doch eher High Fantasy wie in Enyador?
Das kann ich nicht sagen. Ich liebe immer das Projekt, in dem ich gerade drinstecke. Entsprechend ist das im Moment High Fantasy. Aber falls ich je eine Talente-Fortsetzung schreiben darf, wird das wieder ganz anderes sein. Bei den Talenten muss man halt klar sagen, dass sie mittlerweile eine Art Universum für mich geworden sind: Ich werde nie wieder so tief in einem Worldbuilding drinstecken und meine Charaktere so in- und auswendig kennen. Sage ich jetzt mal so. Nächstes Jahr erzähle ich dann das gleiche über Enyador.

Ich hoffe euch hat das Interview gefallen? Die Fragen waren Interessant und Informativ. Mira Valentine ist für mich eine wirklich klasse Autorin und ich habe mich sehr über das Interview gefreut und das ich an der Fantasy Woche teilnehmen dürfe. Vielen Dank dafür und euch als Leser wünsche ich noch ganz viel Spaß bei so einem wundervollen Event.

Kommentare:

  1. Das ist ein tolles Interview. Vielen Dank dafür :-)

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  2. Huhu,

    Danke für das geführte Interview ..LG..Karin...

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