Montag, 24. Februar 2014

Bea geht: Ein Abschied auf Raten - Sebastian Willing

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (3. Juni 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3732241394
  • ISBN-13: 978-3732241392
Preis: 9,95€

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Kurzbeschreibung

Dieses Buch beschreibt den Abschied von einem Kind, einem geliebten Menschen, einem Baby. Es begleitet drei Menschen auf einem Weg, dessen Ende bereits bekannt ist, dem Kampf zwischen Herz und Verstand, in dem Wissen, dass keiner von beiden gewinnen kann. Es gibt keinen Gewinner, wenn man sein Kind verabschieden, sich von seinem Baby trennen muss, selbst wenn es kein Abschied für immer ist.Dieses Buch enthält Gedanken, Gefühle, Belangloses und Interessantes, Höhen und Tiefen. Es möchte unterhalten, ein Lächeln vermitteln und versinkt dennoch stellenweise in Traurigkeit. Es erlaubt Einblicke, die vorher noch nie geschrieben, zum Teil nicht einmal ausgesprochen wurden.Dieses Buch ist keine Geschichte, keine Fiktion und keine Utopie, sondern die Dokumentation eines vorgezeichneten Weges, den zu gehen viel Kraft gekostet hat, obgleich es keine Alternative gab. Es klärt auf über die Hintergründe und lässt zugleich entscheidende Fragen offen. Fragen, die tatsächlich bis heute unbeantwortet sind und vermutlich auch nie mehr beantwortet werden.



Meine Meinung

Heute, zu diesem etwas anderem und für mich besonderem Buch, habe ich es dem Autor überlassen die Inhaltsangabe zu übernehmen, denn besser als die allgemeine Kurzbeschreibung dort oben, hätte ich es nicht ausdrücken können. 

Ich weiß garnicht so recht, wie ich dieses Buch beurteilen soll, denn es handelt sich um eine wahre Geschichte. Dieses Mädchen, die liebe Bea, ist real. Sie lebt und atmet wie wir alle auch. Ihre Eltern, ihr Vater, der dieses Buch geschrieben hat, haben diese Gefühle, wie sie im Buch beschrieben werden wirklich erlebt und ich als Mutter kann nur zu gut nachvollziehen, wie es sich angefühlt haben muss. Oft habe ich mich gefragt: Wie hätte ich reagiert, wenn meine Tochter im Alter von 3 Jahren so einen Anfall gehabt hätte? Immerhin ist meine Tochter jetzt 4 Jahre alt und somit nicht weit von Beas ersten Erfahrungen mit den Anfällen entfernt. 

Man könnte Kritik an den Eltern üben, darin, ob sie das Richtige getan haben. Ob sie Bea zu lange oder nicht lange genug bei sich behalten haben. Darin, ob sie wirklich alles erdenklich mögliche getan haben, um ein besseres Leben für Bea zu ermöglichen. Aber das ist nicht Sinn der Sache. Dazu habe ich garkein Recht, auch wenn ich mit Sebastian privat etwas Kontakt habe und ein Teil von Beas Leben zu Hause mitbekommen habe. 

Mir hat es unendlich weh getan dieses Buch zu lesen und ich musste mich das ein oder andere Mal quasi dazu zwingen es zu beenden. Auch jetzt, während ich versuche die richtigen Worte zu finden, habe ich Schwierigkeiten die Tränen zurück zu halten. Es tut mir unendlich weh, was diesen zwei wunderbaren Menschen passiert ist, was Bea passiert ist. Für mich ist es nicht fair, auch nicht die Aussicht darauf, dass das gleiche Leid auch Beas kleiner Schwester passieren kann. 

Es ist unglaublich für mich, wieviel Kraft Sebastian und seine Frau in den letzten 13 Jahren aufgebracht haben, um Bea zu versorgen, zu pflegen und weitestgehend zu erziehen. Ich bewundere beide ungemein und denke nicht, das ich es hätte besser machen können. Ich wäre womöglich viel früher an meine Grenzen geraten, wäre in eine tiefere Depression gefallen und hätte auch mehr Tränen vergossen. Das sehe ich allein daran, wie nah es mir geht, das Buch zu lesen und diese wenigen Worte zu schreiben.

Bea geht ist für mich ein sehr gutes Buch, das die Situation mit ein wenig Humor betrachtet. Dieser Humor hat mir sehr gut getan und das Lesen um einiges leichter gestaltet. Auch der Sarkasmus der in der ein oder anderen Situation durch kam (nehmen wir nur mal die Behörden und ihre lästigen und teilweise einfach nur dummen Fragen), ist wundervoll eingebunden und passt einfach dazu.

Ein großes Lob an Sebastian dafür, das er sich dazu entschlossen hat, dieses Buch zu schreiben und den Weg seiner Familie somit mit der Öffentlichkeit zu teilen. Danke Sebastian, das du mir so weit vertraust und wolltest, das ich zu dem Buch eine Rezension schreibe. Auch wenn ich das hier nicht wirklich als Rezension bezeichnen würde.

Meine lieben Leser, tut mir den Gefallen und lest dieses Buch. Es ist emotional aufreibend, das gebe ich zu, aber es interessant. Es ist eine wahre Geschichte, die von einem mitfühlenden Vater geteilt wird und es verdient gelesen zu werden. Bea wird dank diesem Buch viele Leute erreichen, weiter leben, auch wenn sie mal nicht mehr da sein wird. Für mich ist das einfach eine wunderbare Sache und ich denke, dieses Buch wird bei mir immer einen besonderen Platz im Herzen haben.


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